Das beste Fujifilm Rezept für Landschaftsfotos?

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Die Rezepte für Fujifilm Jpegs sind eine fantastische Erweiterung der vorhandenen Filmsimulationen. Es gibt bereits eine Vielzahl von unterschiedlichsten Rezeptvorschlägen für diverse Sensorgenerationen.

Der überwiegende Teil von diesen Rezepten ist für meine Landschaftsfotografie jedoch unbrauchbar.
Zu starke Kontraste, zu sehr in den Farben getönt. Auf den Beispielbildern findet man dann auch häufig Street Fotos, was ja nun mal überhaupt nicht passt.

Ich habe letztendlich ein Rezept gefunden, mit dem ich durchaus schöne Landschaftsbilder direkt aus der Kamera bekomme.

Mein absoluter Liebling für Landschaftsaufnahmen – Kodak Gold 200

Dieses Rezept ist für X-Trans III & IV Kameras verwendbar. Ich benutze es an der X-T30.
Der echte Kodak Gold 200 war damals für viele Situationen anwendbar und galt als eine Art Allround-Film.

Die Grundlage bildet die Classic Chrome Filmsimulation, die ich besonders wegen den Blautönen im Himmel mag.

Das ist dann aber auch schon alles, denn für Landschaftsaufnahmen finde ich es eigentlich zu kontrastreich und zu farblos. Gerade wenn man die Bilder nicht mehr nacharbeitet (und das wollen wir mit den Rezepten ja vermeiden) ist ein farbarmes Profil keine gute Wahl für Landschaftsaufnahmen, wenn:

  • Du Farben darstellen möchtest
  • Im „Grünen“ fotografierst
  • Wald, Bäume und Wiesen deine Motive sind

Da würde sich Velvia besser eignen. Auch Astia würde ganz gut funktionieren. Bei meinen Bildern hat mir diese übersättigte Filmsimulation bei Fujifilm nicht so recht gefallen.

In diesem Fujifilm Rezept funktioniert Classic Chrome jedoch recht gut.

Kodak Gold 200: Die Einstellungen

Bei diesem Filmrezept werden die Schatten etwas verstärkt (+1) und die Highlights etwas entschärft (-2). Dafür wird mit der Belichtungskorrektur ordentlich gegengesteuert (+2/3 bis +1 1/3).

So war zumindest die Empfehlung. Das Rezept ist von Fujixweekly.

In der Realität sieht es ganz anders aus. Je nachdem, wie du deine Belichtungsmessung eingestellt hast, verschiebt sich das ganz ordentlich. Zum Teil bis +2 oder gar +3.

Da hier mit DR-Auto gearbeitet wird, sind die Fotos beim Fotografieren im ersten Moment gerne mal überbelichtet. Nicht immer, aber durchaus möglich, um gute Ergebnisse zu erzielen.

Dazu kommt dann noch eine Verstärkung der Farbe (+3), um dem grauen Look des Classic Chrome etwas entgegenzuwirken. Ich habe es auch mit +4 probiert, kam aber zu keinem guten Ergebnis.

Letztendlich sorgt die Verschiebung der Farbe (+4/-5) und die Festlegung auf Tageslicht für einen leichten Beige bzw. Braunstich in vielen Bildern.

Das alles zusammen ergibt ein wirklich schönes Landschaftsbild. Zumindest in meinen Augen.
Es ist nicht so durchgestylt und auch der Himmel ist nicht so gut, wie es mit Lightroom sein könnte. Das ist halt der Preis, den man für das Schießen in Jpeg zahlt.

Da könnte mein Verlaufsfilter helfen. Den habe ich lange nicht benutzt, weil er mittlerweile durch die hervorragenden Sensoren + Nachbearbeitung nicht mehr nötig war. Für die Jpegs könnte er aber wieder nützlich werden.

Hier sind einige Bilder, die ich mit diesem Rezept gemacht habe:

Das sind die Kameraeinstellungen

Filmsimulation: Classic Chrome
Dynamic Range: DR-Auto
Highlight: -2
Shadow: +1
Color: +3
Noise Reduction: -4
Schärfen: -2
Grain Effect: Stark
Color Chrome Effect: Off
Weißabgleich: Daylight, +4 Rot & -5 Blau
ISO: Auto, bis ISO 6400
Belichtungskorrektur: +2/3 to +1 1/3

Das Original findest du hier

Wie gefallen dir die Bilder? Ist das Rezept auch für dich brauchbar? Hast du ein Lieblingsrezept für deine Landschaftaufnahmen?

Schreib es mir in die Kommentare!

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